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Aktualisiert: 7. Juni 2023


Wir sind verloren und wir wissen es ….


Oftmals in den Augenblicken der unerwarteten Stille überrollt uns die Leere. Und Leere ist prinzipiell wundervoll- sie ist leerer Raum, aus dem etwas geschehen kann. Dieses Etwas kann zu allem möglichen werden, das sich durch uns auf die Welt gebären möchte in Energie, Farbe, Form. Ein Ausdruck jedweder Möglichkeit.


Da wir heutzutage aber so sehr mit dem Machen identifiziert sind, fällt es uns oft schwer, die subtilen Kräfte durch uns wirken zu lassen, die uns pure Lebendigkeit schenken möchten. Wir haben keinen Umgang mit dieser Leere und schnellstmöglich versucht der Kopf uns Geschichten zu erzählen, die uns in ein mind- gesteuertes Tun antreiben wollen.


Wir befinden uns so in einem Perpetuum mobile, in einer Art hypnotischen Zustands, von wo aus wir Tag für Tag durch ein vermeintlich eigenverantwortlich gelebtes Leben trudeln, das uns nicht nährt und wo wir immerzu auf die nächste Pause, die nächste Belohnung, die Erfüllung eines Wunschs warten.


Leer und still zu sein wurde uns regelrecht abtrainiert.


 

Langeweile ist beispielsweise meist negativ behaftet- wir wollen diesen Zustand nicht spüren; dabei ist er - frei von Bewertung und Urteil - nur ein Zustand der Leere und Stille.


Sich ihm hingeben zu können ist großartig. Aus der Stille erwächst ohne Zutun irgendwann wieder ein Impuls- und niemand hat ihn in Gang gesetzt, künstlich konstruiert. Das Leben selbst schickt ihn dir: wenn du wach bist kannst du beobachten, dass nicht DU ihn erzwungen hast. Er kam zu dir, du warst nie der „Erzeuger“.


Im Wachzustand spürst du die Lebendigkeit des Lebens. Meditation verbindet dich allmählich wieder mit dem stillen Zeugen, der in dir wohnt.

Du bist weder Macher, noch der Nicht- Macher deines Lebens. Du bist der Zuschauer, der staunt und schaut, was durch dich kommt und was durch dich geht.


 

Du bist der stille Ort, die Leere, das Bewusstsein, die Leinwand, auf der Kreativität in jedweder Form und Farbe ein sich immerzu wandelndes Bild malt.


Lebendig, absichtslos und frei.


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